Alles begann mit einer Kugel Eis. Im Jahr 2004 erklärte der damalige Umweltminister Jürgen Trittin wörtlich: „Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis“. Mittlererweile – so behaupten böse Zungen – entsprechen diese Kosten eher denen einer ganzen Eisdiele.

In vergangenen Jahr wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 20 Jahre alt. Lag die EEG-Umlage im dessen Geburtsjahr 2000 noch bei 0,19 Cent pro Kilowattstunde (kWh), ist sie inzwischen um des 34-fache, auf 6,5 Cent/kWh angestiegen. Insgesamt ist die Energiewende ein für uns alle teurer Fehlschlag. Die Zeitung „Welt“ stellt dazu fest: „Dafür zahlen die deutschen Verbraucher und Unternehmen die höchsten Strom- und Gaspreise der Welt. Aber es ist der Politik immer noch nicht genug. Erst werden wir für die Energiewende kräftig zur Kasse gebeten und nun noch einmal zu deren nutzloser Rettung.“ [2]. Das hat dramatische Folgen. So wurde z.B. etwa 300.000 Haushalten im Jahr 2018 der Strom abgeschaltet, weil sie die Rechnungen nicht mehr begleichen konnten [3]. Der Strompreis für Unternehmen verdoppelte sich innerhalb kurzer Zeit von 35€/MWh im März 2020 auf aktuell 70€/MWh [4]. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Unternehmen energieintensive Investitionen nur noch im Ausland planen.

Als Lösung sollen noch mehr Windkraftanlagen, auch in Wäldern und Schutzgebieten entstehen. Wir erinnern uns an den Satz von Karin Göring-Eckardt „Wir wollen, dass in den nächsten vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!”. Jedes Jahr sterben in Deutschland 250.000 Fledermäuse [5], 100.000 Vögel [6] und Milliarden Insekten (1.200 Tonnen/Jahr) [6] an den Rotoren der Windkraftanlagen. Hinzu kommen technische Probleme, denn die Qualität des Stroms aus Windrädern und privaten Photovoltaik-Anlagen hat bei weitem nicht die Qualität des in herkömmlichen Kraftwerken erzeugten Stroms [7].

Aus all diesen Gründen fordert die Alternative für Deutschland:

  • das EEG ersatzlos zu streichen,
  • keine Windkraftanlagen in Wäldern und Schutzgebieten zu errichten,
  • die Bürger vor Ort über Windkraftanlagen mitentscheiden zu lassen und den Abstand zu Wohngebäuden auf mindestens das 10-fache der Gesamthöhe der Anlage festzuschreiben,
  • die Laufzeit von Kernkraftwerke wieder aus ihrer technischen Nutzungsdauer abzuleiten, um Grundlastfähige Kraftwerke und damit die Qualität unseres Stroms zu erhalten,
  • in die Kernfusion als moderne Alternative zu investieren

Dr. Andreas Jabs

 

Quellen:

[1] https://twitter.com/nicolabeerfdp/status/1254109748930252803

[2] https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article190849661/Gescheiterte-Energiewende-Deutschland-einig-Aussteigerland.html

[3] https://www.zdf.de/nachrichten/heute/wenn-das-licht-ausgeht-stromsperren-betreffen-hunderttausende-100.html

[4] https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiewirtschaft-der-strompreis-schock-industrie-zahlt-so-viel-wie-seit-einem-jahrzehnt-nicht-mehr/27360246.html?ticket=ST-1975867-xgEN2kPafTtYeOxQEcyP-ap4

[5] https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/21698-rtkl-artenschutz-windenergie-und-voegel-die-opferzahlen-sind-viel-hoeher

[6] https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/windkraftanlagen-toeten-im-sommer-taeglich-milliarden-insekten-a-1259462.html

[7] https://new.siemens.com/global/de/branchen/stadtwerke-und-verteilnetzbetreiber/power-quality.html